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Frei, aber nicht unbedingt kostenlos

Die Idee für den heutigen Blogbeitrag kam mir bei einem Gespräch, das ich vor Kurzem mit einem ehemaligen Kollegen bei einem Kaffee geführt habe. Wir haben über freie Software diskutiert, warum Software mittlerweile so häufig kostenlos angeboten wird und ob diese Angebote wirklich kostenlos sind.

Da ich die letzten 23 Jahre meiner Karriere für verschiedene große und kleine Unternehmen aus der IT-Branche Aufgaben in der Softwareentwicklung, im Support, in der Beratung und im Vertrieb übernommen habe, kann ich mit Sicherheit sagen, dass eine kostenlose Entwicklung von Software schier unmöglich ist. Es gibt natürlich Hobbyisten oder Open-Source-Befürworter, die in ihrer Freizeit Software für die Open-Source-Community entwickeln, aber die Tatsache bleibt: Mit der Entwicklung von Software sind immer Kosten verbunden. 

Freie Software – was ist das?

Was bedeutet es eigentlich, wenn Unternehmen „freie Software“ anbieten? 

Das Wort „frei“ steht in diesem Kontext für „Freiheit“: Die Software steht dem Anwender zur freien Verfügung, er kann sie verwenden, kopieren, verbreiten, analysieren, verändern und verbessern. Die Motivation hinter freier Software ist es also, Innovationen zu fördern – und das hat sich als äußerst effektiv erwiesen. Beispiele hierfür sind äußerst erfolgreiche Open-Source-Initiativen und -Projekte wie Linux, Apache und Git.

Es gibt aber noch eine andere Definition von „frei“ und zwar „kostenlos“ wie in „Freibier“. In diesem Fall bedeutet „freie Software“, dass die Software genutzt werden kann, ohne dass Gebühren anfallen. Die Anwender müssen keine Lizenzgebühr zahlen, können die Lösung aber auch nicht verändern oder frei weitervertreiben. Die Motivation hinter dieser Bereitstellung freier Software ist weniger klar.

Wenn diese „freie“ Software von einem Unternehmen angeboten wird, dessen Ziel es ist, Gewinn und einen Mehrwert für seine Anteilseigner zu erzielen, dann muss man sich letztlich fragen, welche wahre Motivation dahintersteckt.

Warum frei?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Antwort hängt davon ab, welches Unternehmen welches Produkt kostenlos anbietet. Ich werde hier keine Firmen oder Produkte nennen, aber grundsätzlich gibt es drei Arten von freier Software:

  1. Kostenlos mit eingeschränkter Funktionalität
  2. Kostenlos für einen begrenzten Zeitraum
  3. Kostenlos ohne Einschränkungen
Frei aber nicht unbedingt kostenlos tabelle
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Welche Kosten fallen tatsächlich an?

Nachdem wir die drei typischen Ansätze für „freie“ Software kennengelernt haben, geht es nun darum, die wahren Kosten für die Analyse, Auswahl und Implementierung zu ermitteln.

Frei aber nicht unbedingt kostenlos tabelle
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Fazit

Kostenlos heißt nicht bedingungslos. Im Großen und Ganzen gilt das für Software genauso wie für alles andere, insbesondere wenn wir eine Einführung auf Unternehmensebene in Erwägung ziehen. 

„Freemium“-Modelle, die einen freien Zugang zu Software ermöglichen, haben sich für einzelne Anwender sicherlich als Segen erwiesen. Wir können auf eine große Bandbreite an Funktionen zugreifen – von Produktivitätswerkzeugen bis hin zu kreativen Anwendungen – die meistens für unsere Zwecke ausreichend Funktionalität, aber manchmal auch weitere nützliche Vorteile bieten. Wenn diese Software jedoch für den erfolgreichen Betrieb Ihres Unternehmens unerlässlich wird und nicht mehr nur eine Möglichkeit ist, an einer Stelle geringfügig Kosten zu sparen, sollte man sich hiermit genauer befassen.

Tatsache ist, dass die kostenlose Bereitstellung von Software ohne jegliche Einschränkungen für die meisten Unternehmen wirtschaftlich gesehen keinen Sinn ergibt. Daher fallen die Kosten häufig an anderer Stelle an, beispielsweise durch die Weitergabe sensibler verhaltensbezogener Informationen über SaaS-Produkte, durch einen anfänglich unbedeutenden Mangel an Support, der bei umfassenderer Verwendung untragbar wird, oder durch umfangreiche Implementierungsservices, die vor einer Inbetriebnahme in Anspruch genommen werden müssen.

Wir als IT-Experten müssen bei der Einführung neuer Software-Tools das Gesamtbild betrachten und die Kosten für den gesamten Lebenszyklus der Software ermitteln, anstatt nur den einfachsten Weg zu gehen und uns keine Gedanken über eine Genehmigung oder das Budget zu machen. Wenn wir die Verwendung freier Software in Betracht ziehen, sollten wir auch herausfinden, ob es Lösungen gibt, die sich nachweislich bewährt haben und viel einfacher und schneller zu implementieren sind. In einigen Fällen kann es sich tatsächlich als sicherer und kostengünstiger erweisen, sich für eine kostenpflichtige Lösung zu entscheiden!

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