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SAP Automatisierung

Geschwindigkeit von SAP-Änderungen im Vakuum

Wie wichtig ist es, Ihr Entwicklungstempo zu erhöhen? Und warum ist das besser als das, was wir über die letzten Jahrzehnte (oder mehr) hinweg getan haben? Ich erkläre es Ihnen anhand eines kleinen Exkurses in die Wissenschaft. Vor ein paar Wochen war ich bei einer Veranstaltung, einem Abend für Physik-Nerds. Ich weiß, das lässt mich jetzt nicht besonders gut dastehen, aber ich kann es Ihnen erklären. 

Ich war im Hammersmith Apollo für das „Christmas Compendium of Reason“ von Prof. Brian Cox, ein phantastisches, einmal jährlich stattfindendes Event, bei dem ein paar Tausende rationale menschliche Wesen 4 Stunden lang in diesem berühmten Saal sitzen und sich von Experimenten, Explosionen und Special Guests in Staunen und Lachen versetzen lassen. Eine sehr eigene Mischung aus Wissenschaft, Comedy, und in diesem Jahr, mit einem Mini-Auftritt von New Order.

Nein, ich zeige Ihnen jetzt kein Venn-Diagramm, aber ich kann Ihnen sagen, dass bei Blue Monday alle im Kreis hüpften! Haha!

Zu diesen ganzen freakigen Nummern zählte auch ein 15-minütiges „Show and Tell“ eines Wissenschaftlers von New Horizons (die News Horizons-Mission wurde von der NASA entsendet, um Bilder von Pluto und den dahinter liegenden Kuipergürtelobjekten zu machen).

Seine Geschichten und Beschreibungen, was alles nötig war, um etwas bis nach Pluto zu senden, hat mich daran erinnert, wie weit und wie schnell wir in nur ein paar Jahren vorangekommen sind.

New Horizons verließ die Erde am 19. Januar 2006. Vor dem Start war die beste Ansicht, die wir von Pluto hatten, die von Hubble:

Trotzdem noch recht beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der Planet erst 1930 entdeckt worden war, als Clyde Tombaugh Tausende Fotoplatten verglich und einen verschwommenen Punkt erkannte, der sich von einer Platte zur nächsten bewegte.

Und jetzt, nur 10 Jahre nach dem Start, raste New Horizons mit einer Geschwindigkeit von 14,5 km/s an Pluto vorbei und lieferte das hier:

Was mich genauso beeindruckte wie die Fähigkeit der Ingenieure, dieses Bild aufzunehmen, und zwar genau nach Anleitung der NASA, war die Geschwindigkeit, mit der diese und andere Entdeckungsmissionen vonstatten gehen. Es vergeht kaum eine Woche ohne eine neue Entdeckung, einen neuen Meilenstein oder eine Missionsverlängerung.

Es bestehen Parallelen zum Wasserfallansatz/agilen Ansatz der 60er-Jahre, als die USA und die UdSSR immer bessere Raketen ins All entsandten. Und es kommt nicht von ungefähr, dass es Apollo 11 war, in der man den Mond erreichte.

Die jüngsten Entwicklungen hin zu einer größeren Verlässlichkeit von Simulationen, Modellen und Tests bedeuten, dass, wenn sie das Risiko auf sich nehmen, diese soliden Starthilfsraketen tatsächlich zu zünden, sie dies in der Überzeugung tun, dass alles wie geplant funktionieren wird.

Weltraummissionen werden heute mit einer derartigen Zuversicht gestartet, dass dies die Kosten pro entsendetem Kilogramm, sei es in die erdnahe Umlaufbahn, in die geostationäre Umlaufbahn oder zum Mond und darüber hinaus, bedeutend reduzierte. Elon Musk sagte vor vielen Jahren: „Ich bin davon überzeugt, dass 1.100 USD/kg oder weniger absolut machbar sind“. Die Kosten liegen heute bei etwa 20.000 USD/kg, d. h. wir sind noch weit davon entfernt, aber die Kosten reduzieren sich mit rasender Geschwindigkeit.

Die Tatsache, fortschrittlichere, verlässlichere Satelliten zu entsenden nützt uns auf vielerlei Weise, z. B. können wir nun Wettermuster erkennen und den landwirtschaftlichen Anbau verbessern, ohne zu sehr von Bewässerung oder Pestiziden abhängigen zu sein.

Die Entsendung von Satelliten wirkt sich auf unser tägliches Leben aus und basiert auf innovativen Entwicklungsansätzen.

Agile Entwicklung, Änderungstempo, DevOps – das sind für SpaceX oder die NASA keine Schlagwörter, sondern gängige Arbeitspraktiken. Diese Methoden machen ihre Produkte (d. h. ihre Missionen) schneller, verlässlicher und kostengünstiger. Der CIO von SpaceX, Ken Venner, hat sich zu diesem Thema geäußert.

Zeit für eine Analogie.

Sie haben Bilder von den Weltraumfahrzeugen auf dem Mars gesehen, die im roten Sand herumfahren und Bilder von Felsen machen. Sie denken vielleicht: „Ach, sind die klein und niedlich.“

Klein? Nein.

Wo wir früher Metallklumpen auf Planeten abwarfen, sind wir jetzt in der Lage, Fahrzeuge sanft abzusetzen, und zwar genau da, wo wir es möchten. Ja, Fahrzeuge.

Dieses Änderungstempo, diese schnelle Entwicklung kann nur stattfinden, weil die NASA und andere Raumfahrtunternehmen, die ich stets für reaktionär gehalten haben, von ihrem für Regierungsorganisationen typischen Schneckentempo zur Geschwindigkeit eines Start-up aus dem Silicon Valley übergegangen sind. Sie haben Übersicht, Kontrolle, und Verantwortung, aber jetzt haben sie auch Agilität, Innovation und Tempo.

Geben Sie einfach mal „NASA Continuous Delivery“ bei Google ein und schauen Sie, was dabei herauskommt. Na los, ich warte hier ein paar Minuten, während Sie mit Erstaunen ein Unternehmen sehen werden, das Sie als Dinosaurier der 60er-Jahre in Erinnerung hatten.

Sie sind zurück? Gut.

Ich entschuldige mich bei allen, die bereits wussten, dass Raumfahrtunternehmen so innovativ geworden sind, aber für mich war es eine völlig neue Erkenntnis.

Es ist egal, ob Sie die NASA oder SpaceX mit einem einzigen Produkt im All sind oder Amazon mit ein paar Tausend Produkten auf der Erde.

Für beide bedeutet eine Erhöhung des Änderungstempos eine bessere und schnellere Auslieferung ihrer Produkte.

Wenn die NASA, SpaceX, ESA usw. diese Investitionen nicht getätigt hätten, wären viele technologische Errungenschaften (vermutlich auch New Horizons) nicht möglich gewesen. Zumindest nicht in den nächsten 50 Jahren. Ich bin davon überzeugt, dass sie Agilität und schnelle Entwicklung nicht nur brauchten, um ihre Arbeit ordentlich zu erledigen, sondern auch, um das Sonnensystem zu verlassen.

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